Leute, haltet eure Zähne fest!
Wie neueste Studien berichten, geben immer mehr Zahnärzte Zähne verloren, die eigentlich noch durch Wurzelbehandlungen zu retten wären.
Diese jedoch sind sowohl aufwendig als auch kostspielig und so entscheidet sich der Dentist nicht selten dafür, den Zahn zu ziehen.
Grundsätzlich hat die Zahnerhaltung oberste Priorität. Doch Wurzelbehandlungen, so die Rechtfertigung der Zahnärzte, würden von den Kassen nur ungenügend honoriert. Die Kosten würden diese ohnehin nur unter speziellen Umständen übernehmen und der Patient muss in den meisten Fällen noch in die eigene Tasche greifen.
Ein weiterer Grund scheint die unterschiedliche Philosophie der Zahnärzte zu sein. Geht man beispielsweise in eine Praxis, die auf Implantologie spezialisiert ist, so liegt es beinahe schon nahe, für welche Behandlung sich der Mediziner entscheidet. Zudem wird in Fachkreisen heftigst über die Qualität der Arbeit diskutiert. Spezialisten bezeichnen die Ausführungen der nicht spezialisierten Ärzte als „nicht optimal“ und verärgern so die angeklagten Kollegen.
Wie dem auch sei, ob es nun an Philosophien oder Fähigkeiten liegt – noch immer sollte die Erhaltung des eigenen Zahnes an oberster Stelle stehen. Deshalb sollte auch der Patient sich nicht davor scheuen, vielleicht einmal gegen den Vorschlag des Zahnarztes zu stimmen und sich für die Wurzelbehandlung entscheiden. Schließlich hat man nicht unbegrenzt eigene Zähne.