Leute, haltet eure Zähne fest!

Geschrieben von admin am 09.03.2010 | Allgemein

Wie neueste Studien berichten, geben immer mehr Zahnärzte Zähne verloren, die eigentlich noch durch Wurzelbehandlungen zu retten wären.
Diese jedoch sind sowohl aufwendig als auch kostspielig und so entscheidet sich der Dentist nicht selten dafür, den Zahn zu ziehen.

Grundsätzlich hat die Zahnerhaltung oberste Priorität. Doch Wurzelbehandlungen, so die Rechtfertigung der Zahnärzte, würden von den Kassen nur ungenügend honoriert. Die Kosten würden diese ohnehin nur unter speziellen Umständen übernehmen und der Patient muss in den meisten Fällen noch in die eigene Tasche greifen.

Ein weiterer Grund scheint die unterschiedliche Philosophie der Zahnärzte zu sein. Geht man beispielsweise in eine Praxis, die auf Implantologie spezialisiert ist, so liegt es beinahe schon nahe, für welche Behandlung sich der Mediziner entscheidet. Zudem wird in Fachkreisen heftigst über die Qualität der Arbeit diskutiert. Spezialisten bezeichnen die Ausführungen der nicht spezialisierten Ärzte als „nicht optimal“ und verärgern so die angeklagten Kollegen.

Wie dem auch sei, ob es nun an Philosophien oder Fähigkeiten liegt – noch immer sollte die Erhaltung des eigenen Zahnes an oberster Stelle stehen. Deshalb sollte auch der Patient sich nicht davor scheuen, vielleicht einmal gegen den Vorschlag des Zahnarztes zu stimmen und sich für die Wurzelbehandlung entscheiden. Schließlich hat man nicht unbegrenzt eigene Zähne.

Zahnarztbesuch als Teil der Krebsvorsorge

Geschrieben von admin am 05.02.2010 | Allgemein

Krebs kann beinahe jede Körperregion betreffen. Auch der Mundraum bildet hier keine Ausnahme. So erkranken jährlich 10.000 Menschen in Deutschland an Mundhöhlenkarzinomen. Wie bei allen anderen Krebsarten ist für die Therapie eines von entscheidender Bedeutung: Früherkennung. Daher stellt der Besuch des Zahnarztes einen wichtigen Teil der Krebsvorsorge dar – auch für diejenigen,  die keine Zähne mehr im Mund haben, wie Dr. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer (BZÄK), unterstreicht: „Auch wenn keine akuten Beschwerden vorliegen oder auch keine Zähne mehr vorhanden sind, ist der halbjährige Kontrollbesuch beim Zahnarzt ein wesentlicher Aspekt der Krebsfrüherkennung, bzw. Krebsvorsorge. Gleichzeitig verfügt der Zahnarzt über die Möglichkeit, gesundheitsschädliches Verhalten oder krebsauslösende Faktoren zu beeinflussen.“

Ausstellung 300 Jahre Zahnheilkunde in Berlin

Geschrieben von admin am 06.11.2009 | Allgemein

Wenn das Geräusch des Bohrers erklingt, wird er für viele Menschen zum Horror. Viele Patienten scheuen sich davor und würden ihn am liebsten ein ums andere Mal verschieben: der Gang zum Zahnarzt. Dabei wissen einige gar nicht, wie „luxuriös“ ein Zahnarztbesuch heutzutage eigentlich ist. Die Ausstellung „Goldgefüllt und perlengleich – 300 Jahre Zahnheilkunde in Berlin“, ab heute im Medizinhistorischen Museum der Berliner Charité zu bewundern, stellt zahlreiche Behandlungsinstrumente und -methoden aus früheren Zeiten zur Schau.

Obwohl die Gerätschaften aus den 50ern bis 70ern stammen – also noch nicht sehr alt sind – ähnelt der Zahnbehandlungsstuhl eher einem Foltergerät, der Name „Mundspreizer“ ruft eher Assoziationen mit einem Horrorfilm denn mit einem Zahnbehandlungsinstrument hervor. Ganz früher wurden die Zähne vom Wundheiler, Bader oder Barbier ohne Betäubung und mit brachialer Gewalt gerissen. Manche Patienten starben sogar. Zwar nicht wegen des gezogenen Zahnes, aber in Folge von Infektionen.

Der Museumschef Thomas Schnalke erklärt: „Die Geschichte der Zahnheilkunde hatte ihr Zentrum in Berlin. Was im 18. Jahrhundert als Handwerksberuf begann, wurde im 19. Jahrhundert wissenschaftlich und endete nach 1945 in spezialisierten Zweigen wie der Kieferorthopädie.“ Während das Ziehen eines Zahns anfangs der Schmerzbeseitigung diente, sind heute auch kosmetische Gesichtspunkte maßgebend.

Pierre Fauchard aus Paris (1678 bis 1761) und der Berliner Philipp Pfaff (1713 bis 1766) waren die Pioniere der Zahnärzte. Pfaffs »Abhandlung von den Zähnen« ist noch heute das Fundament der deutschen zahnärztlichen Literatur. Im 19. Jahrhundert wurden Zahnbehandlungen durch die Technisierung erleichtert. Bohren führte man beispielsweise von nun an nicht mehr per Fuß-, sondern mit elektrischem Antrieb durch. Außerdem konnte man nun auf Betäubungsmittel wie Lachgas und Äther zurückgreifen. Robert Kochs mikrobiologische Erkenntnisse wurden Ende des 19. Jahrhunderts zur Grundlage für die Kariesforschung.

Schlechte Zähne – Wenig Jobchancen

Geschrieben von admin am 26.10.2009 | Allgemein

Bei der Jobsuche ist ein gepflegtes Erscheinungsbild ein wichtiger Faktor. Dazu gehören auch gepflegte Zähne. Bei einigen, vor allem Langzeitarbeitslosen, ist dies ein großes Problem. Sie bekommen keinen  Job auf Grund schlechter Zähne und haben kein Geld, ihre Zähne reparieren zu lassen, da dies selbst bei der Regelversorgung mit Zuzahlungen verbunden ist. Der allgemeine Gesundheitszustand bei selbigen Patienten, eben aufgrund der schlechten Zahnsubstanz, ist besorgniserregend.

Ähnliche Probleme in Großbritannien

Patienten, die finanziell nicht gut gestellt sind, müssen hier zum NHS-Zahnarzt (NHS = National Healthcare System). Die Wartelisten sind sehr lang. Wer die Kosten nicht decken kann, hat schlechtere Zähne als je zuvor – die Folge: aufgrund des ungepflegten Erscheinungsbildes bekommt man nur schwer Arbeit.

Eine Zukunftsaussicht, die hoffentlich nie eintrifft: Gesunde Zähne waren einmal das Zeichen der modernen Gesellschaft, doch dank schlechter Ernährungsgewohnheiten werden die Personen mit weniger finanziellen Mitteln bald wieder Zähne wie im 19. Jahrhundert haben…

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