Dentaltourismus ins Nicht-EU-Ausland
Die Globalisierung macht auch vor dem Gesundheitswesen nicht halt: Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine Behandlung im Ausland.
Ihre Beweggründe sind klar: Durch eine Behandlung im (Nicht-EU-) Ausland kann oft bares Geld gespart werden. Leider aber entsprechen die dort erbrachten Leistungen längst nicht in allen Fällen deutschen Standards, wie der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) und die Zahntechniker-Innung (ZIBB) unisono verkünden.
Daher sollte eine Entscheidung gegen den heimischen Zahnarzt und pro „Dentaltourismus“ wohl überdacht sein. Die Freude über ein paar eingesparte Euro, kann leicht ins gerade Gegenteil umschlagen, wenn der Geldbeutel für Nachbesserungen geschröpft werden muss. Hinzukommt, dass es fraglich ist „wer die Mängel an dem im Ausland hergestellten Zahnersatz behebe[n] und die dadurch entstehenden Kosten übernehme[n soll]. Deutsche Zahnärzte könnten das Nachbessern von ausländischem Zahnersatz ablehnen, so lange nicht ein Notfall eintrete”, so die MDK weiter.
Natürlich sind nicht alle Schafe schwarz! Derjenige, welcher die Folgen der Globalisierung per se verurteilt, übersieht leicht die Möglichkeiten, welche sich durch die immer dichter werdende Vernetzung von Ländern und Kontinenten ergeben. Vorsicht ist angebracht. Verteufeln sollte man aber weder die Globalisierung, noch die ausländischen Ärzte.
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