Nicht selten muss vor der Setzung eines Zahnimplantates verloren gegangenes Knochenmaterial wiederhergestellt werden. Der sogenannte Knochenschwund tritt häufig auf, nachdem ein Zahn gezogen wurde. Das begründet sich darin, dass kein Kaudruck mehr auf dem Kieferknochen einwirkt und diesen stimuliert. In folge dessen baut sich der Knochen ab. Aber auch Parodontose kann Knochenschwund auslösen.
Wenn nun der Kieferknochen so stark zurück gegangen ist, dass er nicht genug mehr genug Knochenmaterial zur sicheren Verankerung vorhanden ist, muss man den Knochen wiederaufbauen. Als Material, kann hierfür Körpereigenes Gewebe verwendet werden oder auch Knochenersatzmaterial. Körpereigenes Knochenmaterial kann zum Beispiel beim Bohren gewonnen werden, das so genannten Knochenmehl. Auch können Knochenersatzmaterial und Körpereigenes Gewebe gemischt werden. Um ein vollständiges einheilen des eingepflanzten Materials zu ermöglich wird dieses mit einer Membrane geschützt. Diese Membrane wird dann vom Körper selbstständig abgebaut.
Zu den Kosten kann man bei Implantationen mit Knochenaufbau nur wenig sagen. Diese können sich von Patient zu Patient deutlich unterscheiden. In der Regel bewegen sich die Kosten für Knochenaufbau zwischen ca. 200 € und 2.000 €. Als Faustregel kann man sich aber merken: Umso mehr Knochen verloren gegangen ist, umso höher sind die Kosten für den Knochenaufbau.